Spreadly Messe Pulse (2026, H2): Was Messe-Teams wirklich ausbremst


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4 Minuten
Datum
29.06.2026

In diesem Artikel:

Heute freuen wir uns den Spreadly Messe Pulse für das 2. Halbjahr 2026 zu veröffentlichen. Unseren ersten Pulse Report rund um Messen und die Vorteile und auch Herausforderungen für Unternehmen. Die Ergebnisse basieren auf 37 Interviews mit 54% der Gesprächspartner aus Geschäftsführung, wovon 68% zwei oder mehr Mal pro Jahr auf Messen ausstellen.

Wenn du schon ein paar Mal ausgestellt hast, kennst du das Muster: Am Stand laufen die Gespräche. Danach bleibt trotzdem die Frage, warum am Ende zu wenig echte Pipeline im CRM ankommt.

Hier sind die wichtigsten Insights aus dem Report:

TL;DR: Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

  • 65% nutzen Messen primär für neue Leads/Pipeline.
  • 27% können den späteren Beitrag der Messe messen.
  • 51% qualifizieren Leads nicht direkt am Stand.
  • 57% melden sich später als 48 Stunden nach der Messe zurück (nur 5% am selben Tag).
  • 54% nutzen ein CRM zur Erfassung, aber nur 11% haben einen durchgängig automatisierten Messe-Workflow.
  • 43% wollen vor allem bessere Lead-Qualität (nur 8% mehr Volumen).

Die Top 5 Erkentnisse aus dem Pulse Report

1) Messen sind ein Vertriebskanal mit Pipeline Erwartung

Im Messe Pulse ist das Ziel sehr klar: 65% nennen neue Leads/Pipeline als wichtigstes Messeziel. Partner, Brand oder Bestandskundenpflege liegen deutlich dahinter.

Das ist wichtig, weil es den Maßstab setzt: Wenn Messe ein Vertriebskanal ist, dann müssen Leads qualifiziert, nachverfolgt und messbar werden.

2) Das größte Problem ist nicht die Quantität, sondern die Qualität

Viele Teams investieren in Messen, aber können später nicht sauber zeigen, was daraus entstanden ist. Im Report sagen nur 27%, dass sie den Beitrag der Messe später messen können.

Das ist der Moment, an dem Budget-Diskussionen unnötig schwer werden. Denn ohne Messbarkeit bleibt am Ende oft nur: "Es hat sich (nicht) gut angefühlt."

3) Der erste Bruch passiert am Stand: Qualifizierung fehlt

51% qualifizieren Leads nicht direkt am Stand, sondern gar nicht oder nur als Freitext-Notiz. Das klingt nach einem kleinen Prozessdetail, ist aber entscheidend. Denn nach der Messe fehlt dann der Kontext:

  • Was war der konkrete Bedarf?
  • Wie dringend ist das Thema?
  • Welche Rolle hat die Person wirklich?
  • Was ist der nächste sinnvolle Schritt?

Wenn diese Infos fehlen, wird aus einem Messegespräch schnell nur ein Datensatz und aus „Pipeline“ wird „Kontaktliste“.

4) Follow-up kommt oft zu spät

Im Messe Pulse brauchen 57% länger als 48 Stunden bis zur ersten Rückmeldung. Nur 5% melden sich am selben Tag. Die ersten zwei Tage sind aber genau der Zeitraum, in dem das Gespräch noch präsent ist und der nächste Schritt am leichtesten fällt.

Kurz gesagt: Speed-to-First-Touch ist ein Hebel, den viele Teams liegen lassen. Keine neue Erkentniss, viele Teams tun sich aber schwer dies umzusetzen.

5) Tools sind da, aber der Workflow ist es nicht

Viele Teams haben ein CRM. Trotzdem ist der Messeprozess häufig nicht durchgängig. Bereits 54% nutzen ein CRM zur Erfassung und nur 11% haben einen vollständig automatisierten Prozess von der Erfassung am Stand bis ins System.

Ein CRM allein ist Standard. Entscheidend ist, ob die Messe wirklich konvertiert ist der Prozess.

Top-Teams vs. Bottom-Teams: Was wirklich den Unterschied macht

Im Report vergleichen wir Teams mit sehr hohem ROI (> 4x) mit Teams mit niedrigem ROI (< 2x). Der Unterschied liegt nicht in „noch mehr Tools“, sondern in wenigen klaren Basics. Die größten Hebel sind:

  • Digitale Erfassung am Stand: Top 62%, Bottom 0%
  • Live-Qualifizierung am Stand: Top 54%, Bottom 17%
  • Follow-up in unter 48 Stunden: Top 69%, Bottom 33%
  • CRM-Prozess automatisiert: Top 54%, Bottom 17%

Und ein Punkt, der in vielen Gesprächen für Diskussion gesorgt hat:

  • Marketing Automation ist kein Selbstläufer: Top 15%, Bottom 67%

Heißt: Wenn vorne Daten und Kontext fehlen, skaliert Automatisierung am Ende vor allem nur eins: Den falschen Input.

Quick Wins: Was am meisten bringt

Wenn man sich im Vergleich "Impacht auf den ROI vs. Aufwand" verschiedene Lösungen betrachtet gibt es einen eindeutigen Hebel der mit wenig Aufwand einen großen Effekt hat.

Impact vs. Aufwand von verschiedener Maßnahmen auf den ROI von Messen

  1. Digitale Lead-Erfassung am Stand (größter Effekt bei geringstem Aufwand)
  2. Speed-to-First-Touch (≤ 48 h)
  3. Automatisierter CRM-Prozess
  4. Live-Qualifizierung (Scoring/Checkliste)
  5. Überhaupt ein CRM im Einsatz (Grundvoraussetzung)

Fazit

Messen liefern Gespräche. Pipeline entsteht erst, wenn der Prozess stimmt. Der Spreadly Messe Pulse zeigt ziemlich deutlich: Digitale Erfassung, Live-Qualifizierung und schnelles Follow-up sind die Basics, um das Beste aus einer Messe als Aussteller herauszuholen.

Lade den Spreadly Messe Pulse Report herunter und erhalte Einblicke in alle Informationen und Ergebnisse unserer Umfrage.